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Birgitta Schöny BARBIE IN RUSSLAND: Ljudmila Petruševskajas Puppenroman МАЛЕНЬКАЯ ВОЛШЕБНИЦА (2016)

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May. 2nd, 2016 | 12:02 am
posted by: jewsejka in petrushevskaya



Birgitta Schöny
Barbie in Russland: Ljudmila Petruševskajas Puppenroman Маленькая волшебница
/ Studien zur Slavistik, Band 37
// Hamburg: "Verlag Dr. Kovač", 2016, Taschenbuch, 254 Seiten, ISBN 978-3-8300-8730-4

Zum Inhalt:

Mit ihrem zauberhaften Puppenroman „Маленькая волшебница“ hat die russische Ausnahmekünstlerin Ljudmila Petruševskaja ein postmodernes Werk geschaffen, das von dem geheimen Leben und den aufregenden Abenteuern einer Barbiepuppe namens Maša in Russland erzählt. Nach einer ausführlichen Darstellung der beispiellosen Erfolgsgeschichte der kontroversen Barbiepuppe begibt sich das vorliegende Buch, das sich als Beitrag zu einer aktiven literarischen Sinnkonstituierung versteht, auf eine umfassende intertextuelle Spurensuche. Im Zuge dieser Entdeckungsreise werden die von der Autorin für ihren Text kreierten Barbiefiguren und einige wichtige Nebenfiguren eingehend analysiert. Im Anschluss wird die Frage nach der Genrezugehörigkeit von Petruševskajas Text aufgeworfen, der aufgrund des Untertitels „Кукольный роман“ und der Publikation am Ende des Märchensammelbandes „Настоящие сказки“ zwischen Märchen, Roman und Puppengeschichte zu oszillieren scheint. Max Lüthis Theorie zum europäischen Volksmärchen und Vladimir Propps Ausführungen zum russischen Zaubermärchen bilden dabei die wissenschaftliche Basis für die weiteren Betrachtungen. Weiters rückt die Puppe als (literarisches) Phänomen in den Brennpunkt des Interesses. Ehemals populäre Mädchenpuppengeschichten des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel Cosmars „Schicksale der Puppe Wunderhold“ und Billers „Lidas Puppe“, aber auch Puppengeschichten des 20. und 21. Jahrhunderts, wie Lindgrens „Die Puppe Mirabell“ und Schamis „Das Herz der Puppe“, und die in ihnen vorkommenden Puppen werden mit Petruševskajas „Маленькая волшебница“ und der Protagonistin Barbie Maša in Verbindung gebracht. Der Annahme folgend, dass sich Petruševskajas Text des Kinderromans „A Little Princess“ der englisch-amerikanischen Schriftstellerin Frances Hodgson Burnett als Referenzfolie bedient, erfolgt zuletzt ein intertextueller Vergleich dieser beiden Werke. Auch Parallelen und Unterschiede im Leben und Schaffen dieser beiden Autorinnen werden aufgezeigt.

The Russian artist Liudmila Petrushevskaia created a postmodern oeuvre with her dollʼs novel „Маленькая волшебница“. The story takes place in Russia, describing the secret life and exciting adventures of a magical Barbie doll called Masha. After a detailed presentation of Barbieʼs success story, the book „Barbie in Russland“ by Birgitta Schöny continues with a thorough search for intertextual traces. The book is intended as a contribution to an active literary constituting of meaning. During this journey of exploration the author analyzes the created Barbie dolls and important secondary characters. Following this, the genre of the text is discussed. Because of the textʼs subtitle „Кукольный роман“ and the fact that it was published in the fairy tale anthology „Настоящие сказки“, the genre seems to fluctuate between fairy tale, novel and doll story. Max Lüthiʼs theory on European folk tales as well as Vladimir Proppʼs achievements for the Russian folk tale (especially for the волшебная сказка) are the scientific foundation for further reflections. Furthermore, the doll as a (literary) phenomenon is the center of attention. Formerly popular 19th century doll stories for girls such as Cosmarʼs „Schicksale der Puppe Wunderhold“ or Billerʼs „Lidaʼs Puppe“, as well as doll stories like Lindgrenʼs „Die Puppe Mirabell“ or Schamiʼs „Das Herz der Puppe“ are connected with Petrushevskaiaʼs „Маленькая волшебница“ and her protagonist Barbie Masha. Assuming that the childrenʼs novel „A Little Princess“ by the English-American author Frances Hodgson Burnett functions as a model for Petrushevskaiaʼs text, the book, in a final step, presents an intertextual comparison of these two oeuvres. Also, parallels and differences in the two writersʼ lives and creative works are illustrated.

Kontakt: birgitta122@hotmail.com

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